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11 März 2019, Europa, Deutschland, Großbritannien | Corporate Finance | Neuigkeiten

Food-Courts als Schlüssel zur Repositionierung deutscher Shopping-Center

Die Welle der digitalen Transformation war in den letzten Jahren eines der am häufigsten diskutierten Themen, und das Aufkommen des E-Commerce-Marktes ist eine der direkten Auswirkungen, denen die meisten von uns in ihrem Alltag begegnen. Die praktische Möglichkeit, Waren bis vor die Haustür liefern zu lassen, in einigen Fällen sogar noch am selben Tag, an dem sie bestellt werden, hat sich längst als strukturelle Bedrohung für den Einzelhandel erwiesen. Einkaufszentren sind von diesem Wandel augenscheinlich am stärksten betroffen und stehen unter einem starken Transformationsdruck. Die Schaffung von "Einkaufserlebnissen" und die Ausrichtung auf das Freizeit-Shopping, so scheint es, sind einige der wichtigsten strategischen Optionen für die Neupositionierung. Im Kern steht dabei eine starke Fokussierung auf Food & Beverage in Einkaufszentren, ein „Mehr“ an Gastronomie und Erlebnis, um diesen Transformationsprozess zu stemmen. 

Catella Research hat in der aktuellen Ausgabe des Research Trackers, nach dem großen Erfolg des F&B Modells in Großbritannien, beide Märkte näher angeschaut. Shoppingcenter-Besitzer in Großbritannien haben F&B in ihren Immobilien stärker als in Deutschland in den Fokus gerückt. In den letzten Jahren wurden für diesen neuen Fokus etliche Einkaufszentren refurbisht. Von den 43 größten Einkaufszentren in Großbritannien (mehr als 70.000 qm) wurden seit 2006 lediglich sieben nicht renoviert oder umgebaut. 18 der größten Einkaufszentren haben mittlerweile einen Food Court mit durchgängigen  Marketingkonzepten, wie z. B. "Trinity Kitchen" in Trinity Leeds oder "The Orient" im intu Trafford Centre, dem größten Food Court Großbritanniens. In Deutschland wiederum scheint diese Phase nunmehr unmittelbar zu beginnen. Die Frage stellt sich deshalb, wie ökonomisch nachhaltig diese Überlegungen sind.

 

Zu Beginn muss deshalb die Definition von F&B stehen, welches im Zuge der Restrukturierung integriert werden soll. Für neue Shoppingcenter haben wir vier F&B-Trends definiert:

1. Erlebniseinkauf & Essen

2. Komfort und Individualität

3. Soziale Medien

4. Gesundheit & Umweltfreundlichkeit

 

Die weit verbreitete Transformation von Einkaufszentren kann als Beispiel für die Neupositionierung und Transformation von Immobilien aus einem früheren Konjunkturzyklus für den aktuellen Konjunkturzyklus angesehen werden. Klar ist bereits jetzt: Abstriche bei der Laufzeit der Verträge bzw. Nachhaltigkeit der Mieten sind festzustellen – zumindest im Vergleich mit dem jahrzehntelang dominierenden Fashion Retail in den Centern. Allerdings sind die Frequenzen im gleichen Zeitraum auch deutlich nach oben gegangen. Der neue Wirtschaftszyklus hat die strategische Richtung der Einkaufszentren verändert und wird dazu führen, dass sie sich als Einzelhandels- und Freizeitzentren neu positionieren, wobei F&B die beliebteste und gleichzeitig angenehmste Form der Freizeitintegration darstellt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser neuesten Analyse. 

 

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