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19 Februar 2020, Deutschland | Neuigkeiten

Market Tracker ESG Investment 2020

Keine Frage, das Thema ESG Environmental, Social & Governance ist nicht nur in aller Munde, es ist auf der Agenda der Immobilienwirtschaft angekommen. Gleichwohl ist zwischen einer Bewusstseinsänderung, messbaren Ergebnissen oder gar einer Implementierung in Geschäftsprozesse ein langer Weg, der sich wahrscheinlich eher mäanderartig entwickeln wird. 

Das heißt, das Ziel ist zwar durch politische Rahmenbedingungen, z. B. „2-Grad-Ziel“ grundsätzlich definiert, über den Weg bzw. die Instrumente, um es zu erreichen, wird aber weiterhin gerungen. Da es auch keine Blaupause des Handelns gibt, gehen damit zunächst einmal gewaltige Investitionen (in der Kaufmannssprache „Kosten in €“) in Vorleistung, denen dann aber keine „Erträge in €“ kurz- bis mittelfristig gegenüberstehen.

Catella Research hat sich im aktuellen Market Tracker intensiv mit der ESG-Thematik aus der Immobilieninvestmentsicht auseinandergesetzt.

Key facts:

  • Nachhaltigkeit als marktprägender Wettbewerbsfaktor gewinnt weiter an Bedeutung und entfaltet eine branchenübergreifende Dynamik.
  • Sowohl auf Unternehmens- und Investorenseite als auch bei der Finanzierung und auf Objektebene stehen nachhaltige Aspekte mehr und mehr im Fokus.
  • Chancen und Risiken der ESG-Thematik werden häufig unterschätzt und nicht ausreichend im Risikomanagement berücksichtigt: Neben Kosten-, Reputations- und Kreditrisiken werden auch Regulationsrisiken weiter zunehmen.
  • Das Emissionsvolumen nachhaltiger Finanzprodukte (Green Bonds/Fonds) nimmt gerade im Gebäudesektor weiter stark zu, Deutschland gilt als Wachstumsführer im Bereich grüner Pfandbriefe.
  • Der „Sustainable Finance“ Aktionsplan der EU-Kommission enthält wichtige Maßnahmen und Regularien für die Immobilienwirtschaft, auch die EU-Taxonomie stellt bisher eher einen Rahmen dar denn eine Handlungsanweisung.

In einer solchen Gemengelage erscheint es nicht überraschend, dass es auf der operativen Ebene nur eine sehr langsame Entwicklung gibt. Bis auf weiteres wird deshalb eher das sog. Negativscreening die Diskussion und das primäre Handeln der Unternehmen bestimmen. Im Fokus stehen dann Investitionen, welche nicht mehr getätigt werden sollen, müssen oder dürfen – je nach Ausgestaltung. Soziale Aspekte im Unternehmensbetrieb finden hier Ergänzung. Aber: die Erfahrung lehrt, dass sich eine Dynamik am besten entfaltet, wenn die Risikokomponente in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, wenn also Sanktion drohen. Sei es bei der zu geringen Anzahl von Frauen in Führungspositionen, oder dem hohen CO2-Fußabdruck durch Flugreisen. Ein “Green Premium“ kann am Immobilienmarkt deshalb am ehesten dann erreicht werden, wenn jeder Aktion ein Preisschild umgehängt wird.

 

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