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30 Juli 2019, Deutschland | Corporate Finance | Neuigkeiten

Büro- und Investmentmarkt Deutschland 1. HJ 2019

Auch wenn Deutschland in dieser Woche quasi gemeinsam Ferien verbringt und es vermeintlich ruhiger erscheint, so wird doch klar, dass die gewerblichen Immobilienmärkte an den 7-Top-Standorten aktuell nur eine geringfügige Beruhigung erleben. 

Der Bürovermietungsumsatz an besagten Top-Bürostandorten ist im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um rund 9 % auf 1,87 Mio. m² gestiegen. Auf dem deutschen Gewerbeinvestmentmarkt hält die hohe Dynamik weiterhin an, im ersten Halbjahr wurde ein Transaktionsvolumen von rd. 24,3 Mrd. € erzielt. Trotz eines leichten Rückgangs (-5 %) gegenüber dem Vorjahr ist dieses Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Und das aus mehreren Gründen:

  • Zum einen zeigt sich deutlich, dass die Märkte offensichtlich auf die globalpolitische Wetterlage (u. a. Handelsstreit) reagieren und demzufolge vorsichtiger abwägen.
  • Zum anderen sehen wir einige Nachholeffekte aus aufgeschobenen Transaktionen in Q2 – Stichwort hier Brexit Ende März/Anfang April.
  • Drittens lässt sich aber auch anführen, dass einige am Markt angebotene Großportfolios, wie z. B. das „Millennium-Portfolio“ oder große Einzelobjekte wie „The Squaire“, intensiv untersucht werden – mit dem Ergebnis, dass in Q3 oder Q4 2019 hier ein Signing bzw. Closing vorliegen kann.

Doch das, was aktuell so positiv stimmt, trifft auf zwei Marktaspekte, welche das klassische Yin & Yang in der aktuellen Immobilienlage beschreiben:

  • Hier die von der Mehrzahl der Analysten erwartete Verlängerung der „Null-Zins Welt“ auch mit dem Stabwechsel an der EZB von Mario Draghi auf Christine Lagarde und einer damit einhergehenden anhaltend hohen Liquidität am Immobilienmarkt,
  • dort die in den allermeisten Stimmungsindikatoren, wie z. B. ifo Geschäftsklimaindex oder IMF Economic outlook, zu erwartende nationale aber auch globale ökonomische Abkühlung – also das Zeitfenster vor einer Rezession.

Sie sehen also: Es gibt weiterhin gute Argumente an der Stabilität und Attraktivität der Asset-Klasse „Commercial“ nicht zu zweifeln. Gleichzeitig werden wir in den kommenden Wochen und Monaten etliche Stimmungen und Prognosen zu einer drohenden Trendumkehr der den Immobilienmärkten vorauseilenden Konjunkturindikatoren an den Finanz- und Kapitalmärkten erhalten.

Die weiteren Ergebnisse im Einzelnen: 

 

  • TOP 7 Leerstand (Durchschnitt): 3,60 %

Die Leerstandsquote reduzierte sich in den letzten 12 Monaten an allen Top-7-Märkten um insgesamt 0,63 Prozentpunkte und lag Ende Juni 2019 bei durchschnittlich 3,60 %.

 

  • TOP 7 Spitzenmieten (Durchschnitt): 31,61 €/m²

Aufgrund der nach wie vor sehr starken Büroflächennachfrage und mangelnder Top-Büroflächen in Citylage sind die Bürospitzenmieten an allen Märkten weiter gestiegen. Sie beträgt in den Top-7-Märkten im Durchschnitt ca. 31,61 €/m, ein Anstieg um ca. 5 % gegenüber dem Vorjahr.

 

  • TOP 7 Spitzenrendite (netto, Durchschnitt): 3,03 %

Die anhaltende Angebotsknappheit und der hohe Wettbewerb im Core-Segment lassen die Spitzenrenditen für Büroimmobilien an den Top-7-Märkten auf durchschnittlich 3,03 % sinken. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 17 Basispunkte.

 

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