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4 Juli 2019, Deutschland | Corporate Finance, Property Investment Management | Neuigkeiten

Investorenumfrage 2019

Erneut haben wir vor einigen Wochen die deutschen Multi-Asset Manager befragt zur ihrem Verhältnis und ihrer Perspektive, wenn es um Real Estate geht. Zumal die Vorzeichen sich geändert haben: Das Immobilienjahr 2019 wird, rückblickend betrachtet, in die Geschichte eingehen als die Epoche, in welcher Value-add-Investmentstrategien strukturell die traditionellen Core-Investmentstile abgelöst haben. Strukturell deswegen, weil es keinerlei Anzeichen gibt, die auf eine signifikante Änderung an der Zinslandschaft hindeuten. Hinzu kommen Änderungen auf makroökonomischer Ebene: Es wird immer offensichtlicher, dass die klassische Objektselektion, unter einem Top-Down-Ansatz auf ausgewählte Märkte angewendet, immer ambitionierter umzusetzen ist. Im aktuellen Transaktionsmarktgeschehen wird deutlich, dass sich die Mehrzahl der Investments primär auf einer Deal-by-Deal-Ebene abspielt.

Weitere Ergebnisse :

Asset-Allokation:

  • Office: Während aktuell im Schnitt noch ca. 30 % in dieses Segment investiert werden, planen die Teilnehmer in 2 Jahren rund 4 % weniger in Büroimmobilien zu investieren. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala stehen Wohnimmobilien. Rund 27 % werden zurzeit in diese Klasse investiert. In 2 bis 5 Jahren wird ein kleiner Abstieg von 2,5 % erwartet.
  • Die Klasse Industrial weist eine kleine Schwankung auf, die ihren Peak in 2 Jahren haben soll. Auffällig ist weiterhin, dass das Segment Retail nach dieser Evaluierung kontinuierlich abnehmen und in 5 Jahren um ca. 3 % sinken wird. Im Gegensatz dazu wird bei den Investitionen in Hotelimmobilien langfristig ein Aufschwung von rund 3 % erwartet.

Märkte:

  • Die geographischen Anlageperspektiven werden für das nächste Jahr unter den ausgewählten Märkten in Deutschland am besten eingeschätzt. Dieser Markt wird von 15,63 % der Beteiligten als „sehr gut“ eingestuft, von 53,13 % als „gut“, von 28,13 % als „durchschnittlich“ und nur von 3,13 % als „unterdurchschnittlich“.

Sonderfrage ESG:

  • Die meisten der Befragten gaben an, dass die Bedeutung in den nächsten Jahren steigen wird (59,38 %). 31,25 % gaben sogar an, dass sie davon überzeugt seien, dass das Thema zukünftig eine stark steigende Bedeutung haben wird. Als „neutral“ bewerteten 9,38 % die Bedeutung des Nachhaltigkeitsthemas. Bemerkenswert ist jedoch, dass kein einziger der Befragten die Kategorien „sinkend“ oder „stark sinkend“ ausgewählt hat.

Zusammenfassend lasse sich aus den Antworten auch die taktische Marschrichtung für die kommenden Quartale ausmachen:

  • Investoren tendieren immer stärker dazu, eher selektiv zu investieren.
  • Insgesamt werden in den kommenden Quartalen eher weniger Transaktionen erwartet, gleichwohl in einer höheren lot-size.
  • Ausweichstrategien zielen dabei primär auf das Segment Value-add, solange die Risiken als beherrschbar eingeschätzt werden.
  • Ein Deal-by-Deal-Prozess hat bei Investoren Einzug gehalten, Bottom-Up Research erlebt dagegen eine Renaissance

Nehmen Sie diese Erkenntnisse bitte mit, in die nunmehr folgende entspanntere Jahreszeit.

 

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