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29 November 2019, Deutschland | Corporate Finance | Neuigkeiten

Market Tracker Proptechs 2019

Wir erinnern uns: vor 5 Jahren gab es kaum ein Meeting, in welchem das Wort „disruptiv“ quasi nicht vorkam. Dieser impulsive Ausdruck brachte eine Denkhaltung auf den Punkt, die sich zwischen Digitalisierung, neuem Denken, Problemlösungsmöglichkeiten und Scheitern ihren Weg bahnte. Operativ wurden damit sog. PropTechs bezeichnet, die mit neuen Technologien und innovativen Geschäftsmodellen die Digitalisierung in der Immobilienbranche vorantreiben sollten. Besser formuliert: die Fokussierung des zukünftigen Geschäftskerns auf eine quasi autonom agierende Lösungsvorlage, also ein sogenannter Algorithmus, vor dem Hintergrund eines Defizits an verfügbaren Daten, ein Produkt ans operative Laufen zu bringen.

Obwohl die PropTechs inzwischen weniger disruptiv als erwartet auftreten, erhöht sich gleichwohl der Druck auf Immobilienunternehmen und deren Führungskräfte, sich über aktuelle und zukünftige Geschäftsmodelle in Abgleich mit den Anforderungen der Digitalisierung zu positionieren. Aktuell hat sich der zu Beginn sehr heterogene Markt deutlich aufgeteilt. PropTechs mit verschiedenen Technologien und innovativen Geschäftsmodellen sowie einige Teilbereiche der Branche wie Property Management, Asset-Management oder Data Services werden digitalisiert.

Die Anzahl von Unternehmen, die sich als PropTech bezeichnen, ist in Deutschland nach unserer Abgrenzung auf mittlerweile mehr als 300 angestiegen. Gleichwohl ist diese Zahl eine Stromgröße, da noch immer keine umfassende Definition oder Abgrenzung seitens der Immobilienbranche bzw. deren Verbände existiert.

Catella Research verfolgt seit dem Urknall 2015 die Evolution genauer, erwarten wir uns doch auch eine digitale Lösung bzw. Weiterentwicklung an Datenverfügbarkeit und –qualität inmitten der eher semitransparenten Branchensituation. Erneut haben wir deshalb unter den PropTech-Unternehmen eine Umfrage durchgeführt – im Herbst 2019 wurden von uns 283 PropTechs befragt (Rücklaufquote 24,9%).

Haben Sie gewusst, dass

  • die durchschnittliche Mitarbeitergröße bei PropTechs aktuell in der Spanne zwischen 13–16 Mitarbeiter beträgt, während das Durchschnittsalter bei 29 Jahren liegt?
  • nur ca. 8 % der befragten Unternehmen seit Gründungen in ihrer Unternehmensgeschichte umgezogen sind?
  • die PropTech-Hotspots in Deutschland vor allem Berlin, gefolgt von München, Hamburg und Frankfurt sind?

Weitere Aussagen bzw. Ergebnisse finden Sie über die infrastrukturelle Voraussetzung für die Unternehmen, die räumliche Nähe zu Unternehmen der Branche, zur Zusammenarbeit und Kooperation sowie deren branchenspezifische Netzwerke.

Für Immobilienunternehmen ist es bereits heute wettbewerbsdifferenzierend, eine digitale Strategie zu entwickeln und diese im Unternehmen – zumindest punktuell - umzusetzen. Eine umfassende Strategie mag zwar der Wunsch sein, die Realität indes besteht eher aus einer Aneinanderreihung von Insellösungen. Die Vorteile, die hieraus entstehen, überwiegen und können für jedes Corporate interessant sein. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass diese Revolution sich insgesamt in einem wirtschaftlich positiven Umfeld abspielt – was wird dann erst die Dynamik, Innovationsfreude und Disruption sein, wenn sich die ökonomische Situation einmal schlechter darstellt? Oder gilt Schumpeter nicht mehr?

 

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